Mittwoch, 20. Juli 2011

Ein Referat zum Thema Atomkraft

Vor- und Nachteile der Atomkraft und Alternativen
Vorwort:
An der Atompolitik der BRD sieht man, wie beeinflussbar die Regierung von Lobbys ist. Verständlich, denn „Money makes the world go around“. Ich sehe keinen Grund dafür, dass es bei Politik nicht der Fall seien sollte. Ich werde sehr kritisch auf alle Argumente eingehen, deswegen wundern sie sich nicht, dass es nicht viele Argumente auf der Pro-Seite geben wird. Ich werde aber selbst verständlich alle Contra-argumente ausführlich und verständlich erläutern.
Übersicht:


Pro
Leistung





Contra
Kosten
Umweltschutz
Endlagerproblematik
Castor Transporte
Stimme der Bevölkerung
Sicherheit

·        





   Alternativen
Leistung:
Unumstritten ist die Leistung der AKW’s der größte Vorteil. Kein anderes Kraftwerk unserer Technik kann mit so wenig Aufwand so viel Energie auf einem konstanten Level liefern. Der fiktive Wirkungsgrad(basiert auf dem Energiegehalt der Brennstäbe) bewegt sich zwischen 30 und 40%.

Kosten:
Viele begrenzt denkende Menschen begehen den großen Fehler die Preise pro kWh als solche anzunehmen. Die zusätzlichen Kosten, die speziell bei der Atomenergie anfallen wie Subventionen(laut Bundesregierung Rund: 200 Millionen, laut Greenpeace 204 Milliarden + 100 Milliarden bis zum Ausstieg), Kosten für Polizeieinsätze bei Castortransporten, Die Zwischenlagerkosten und vor allem die Kosten für den Fall, dass ein Atomkraftwerk radioaktive Stoffe freisetzt, werden leider nicht dazu gerechnet. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt, kommt man auf einen Strompreis, der weit über dem für beispielsweise Windenergie liegt. Des Weiteren kann man davon ausgehen, dass Atomstrom die nächsten Jahre teurer wird, da das Uran auch angereichert wird und wie alle Ressourcen unseres Planeten ist auch diese nicht endlos vorhanden. Man könnte jedoch die alten Brennstäbe wieder aufbereiten und somit recyceln, was jedoch die Kosten in die Höhe treiben würde. Hier sieht man wieder, wie das Geld gegen den Menschen arbeitet. Die Ressourcen wären da, nur das Geld nicht. Und warum überall Geld fehlt, ergibt sich aus dem System.
>>Beiliegend: Tabelle der Strompreise ohne Beeinflussung der oben genannten Faktoren. Quelle: Wikipedia<<

Brennstoff-
kosten 2007
[10]
in ct/kWh
Beschreibung: ↓
Gestehungskosten[11]
ab Kraftwerk
in ct/kWh
Beschreibung: ↓
darin enthaltene
externe Kosten
[12]
wegen Klima- und
Gesundheitsschäden
in ct/kWh
Beschreibung: ↓
Emission
Kohlendioxid
in g/kWh
Beschreibung: ↓
Emission
Schwefeldioxid
in mg/kWh
Beschreibung: ↓
Emission
Stickoxide
in mg/kWh
Beschreibung: ↓

Kohlekraftwerk
0,38 Braunkohle
0,92 Steinkohle
2,40 Braunkohle
3,35 Steinkohle
2,4
900
750
800
Wasserkraftwerk
0
4,30
0,1
10
20
40
Kernkraftwerk
0,25
2,65
0,1
66 [13]
30
30
Erdgas GUD
2,63
4,90
1,1
410
80
390
Windkraftanlage
0
2,9- 4,6
0,2
10
50
40
Photovoltaik
0
21,11 – 28,74[14]
0,8
27 - 59 [15]
340
280
Holz HKW
ca. 8…10
10[8]
0,95
40
150
1130
Biogas BHKW
ca. 5…8 (Mix Maissilage / Gülle)
13 bis 21[8]
?
?
?
?

Umweltschutz:
Da der Treibhauseffekt physikalisch drastisch idealisiert ist und selbst dann nicht möglich ist, werde ich in diesem Argument nicht auf die vermeintliche Schädlichkeit von CO2 eingehen und mich lieber mit relevanteren Themen wie Radioaktivität befassen. In den Medien wird uns stets gesagt, dass Radioaktivität bis zu einem gewissen Grad ungefährlich ist. Um einen ABC Ausbilder der Feuerwehr zu zitieren, möchte ich sagen dass „es keine ungefährliche Strahlendosis gibt“. Des Weiteren würde ich gerne auf Holger Strom verweisen, ein Experte in Sachen Radioaktivität, der von der Atom-Lobby jedoch auf die Euro-Pol Liste gesetzt wurde und vollkommen zensiert wird.
Ich persönlich weiß absolut nicht, wie man bei radioaktiven Abfällen von Umweltschonend sprechen kann, im Besonderen wenn ich Bilder von Gorleben etc. sehe.



Endlagerproblematik:
Wie sicher alle anderen schon an dieser Stelle erläutert haben, gibt es bis heute keine Endlager für den Atommüll. Die Kosten für die Zwischenlagerkosten belaufen sich mittlerweile auf ca. 34 Milliarden Euro in Deutschland. Diese Zwischenlager sind in einem sehr schlechten Zustand, der es den radioaktiven Müll in Zukunft erlauben wird, ins Grundwasser der Umgebung einzudringen. Die Salzstollen lösen sich mit der Zeit auf und Grundwasser gelangt ins Innere der Anlage. Ein weiteres Problem ist, dass man beim Einlagern des Mülls nicht daran gedacht hat, es irgendwann noch einmal rausholen zu müssen. So wurden tonnenweise Müll einfach in eine Grube geworfen, die man von Oben mit Salzstein abgedeckt hat. Nun sucht man nach einer Lösung zur Bergung des besagten Grubeninhalts.
Wenn das ganze so weiter geht, sehe ich die Welt der Zukunft als radioaktive Müllhalde und  unbewohnbaren Ort.
Castor Transporte:
Den Castor Transporten zu den Zwischenlagern wird massiv mit Protesten entgegengewirkt. Dies verursacht natürlich die Polizeieinsätze, die vom Steuerzahler gezahlt werden muss. Nun könnte man sagen: „Dann sollen die nicht protestieren“. Nein könnte man nicht, schließlich leben wir hier offiziell in einer „Demokratie“  und in dieser herrscht nun mal das Recht zu demonstrieren.

Stimme der Bevölkerung:
Nach Japans Katastrophe wächst die Gruppe der Atomgegner. Falls die Atomfreunde Schwarz-Gelb weiter an der Macht bleiben wollen, müssen sie radikaler Entscheiden und zwar für das Volk. Ob die Opposition es besser machen könnte/würde bezweifle ich stark. Immerhin ist die BRD nicht umsonst eine Wirtschafts- und Verwaltungseinheit oder um der Eintragung im Frankfurter Handelsregister gerecht zu werden eine „BRD Finanzagentur GmbH“. Demnach sollte es wohl eher „Der deutschen Wirtschaft“ statt „Dem deutschen Volke“ lauten. Ich stell das einfach mal so dahin, recherchieren sie selbst, falls sie Zweifel haben oder es sie interessiert.
Sicherheit:
Die hochgelobte Sicherheit der deutschen AKWs ist natürlich wie immer nicht zu wörtlich zu nehmen. Diese wird nur in Relation zu anderen Ländern deutlich. Genau so recht hätte ich mit dem Satz: „Die anderen Ländern haben schlimmere Kraftwerke“. Sie merken, wie man es auch dreht und wendet, es wird immer eine Technik bleiben, die man lieber nie genutzt hätte.
Alternativen:
Da ich die Atomkraft ziemlich auseinander genommen habe, muss ich nun auch Alternativen bieten.
Bereits 1992 hat „der Spiegel“ geschrieben, das man viel billige, saubere Energie aus Norwegen importieren könne. Auch am 20.09.2010 im Mainz Report von SWR hieß es:
„Deutsche Umwelthilfe: Deutschland könnte mit Wasserkraft aus Norwegen auf 100% Ökostrom umstellen“
Dazu müsste man nur ein Stromkabel durch Die Nordsee verlegen.
Die einzigen, die sich mal wieder dagegen stemmen etwas für das deutsche Volk und die Umwelt zu tun ist natürlich die Atom-Lobby und die Energie-Riesen. Deswegen muss die Trendwende wahrscheinlich vom kleinen Bürger selbst kommen. Man wäre erstens autark und zweitens würde man dem betreiben von unerwünschten Kraftwerken entgegenwirken.
Des Weiteren möchte ich auf moderne Gaskraftwerke verweisen, die mittlerweile einen Wirkungsgrad von bis zu 80% nachweisen können. Auch könnte man auf die Technik der Kleinwasserkraftwerke zurückgreifen, die ohne viele Eingriffe in die Umwelt realisierbar sind. So muss man zum Beispiel den Flusslauf nicht verändern, keine Seen aufstauen usw.
Geothermie wäre natürlich auch eine Alternative, aber meiner Meinung nach kann nur ein gut durchdachter Energiemix die Lösung sein. Dazu müsste man aber leider noch mehr investieren, vor allem in die Stromnetze.
Der beste Weg wäre wahrscheinlich autarke Gemeinden zu schaffen, die unabhängig von den großen Energie-Konzernen, saubere und günstige Energie erschaffen können.
___________________________________________________________________________

Hier nochmal locker von einer externen Seite zusammengeschrieben(http://enno.verbrennung.org/):
Photovoltaik
Theoretisch reicht die Sonne aus um unsere Energieprobleme zu lösen. Aber so viele Anlagen kann man aktuell kaum aufbauen. Selbst bei einem Wirkungsgrad von nur 10% (was pessimistisch geschätzt ist) sollten 500.000 Quadratkilometer reichen um den Energiehunger der Erde zu stillen. In den USA z.b. würde es reichen 3-5% der Fläche voll zu pflastern um Strom zu haben. Und dort gibt es genug Flächen auf denen es nicht mal jemand merken würde.
Solar-Thermische Kraftwerke
Hierbei werden Sonnenstrahlen gebündelt und erhitzen eine Flüssigkeit, z.B. ein Öl, welches siedet und eine Turbine antreibt. Der Wirkungsgrad beträgt knappe 20%. Hier muss man beachten, dass man relativ viel direkte Sonne braucht so dass es im Moment an sich nur südlich den 40. Breitengrades sicher funktioniert.

Windkraft
Wind gibt es zu genüge, man muss nur die Windräder aufbauen und nutzen. Ab etwa 3.5m/s Windgeschwindigkeit kann man hier loslegen. In Deutschland kann man über 25.000 Quadratkilometer nutzen. Würde man diese dafür nutzen, so könnte man alle AKWs runter fahren.
Wasserkraft
Das fliessende Wasser  welches wir überall haben kann Turbinen antreiben die dann Strom erzeugen. Island und Norwegen haben schon fast 100% Wasserkraft im Energiemix. Es geht also prima. Im Gezeiten oder Tiedenhubkraftwerk macht man das gleiche, nur eben mit anderen Turbinen. Zu guter letzt kann man auch die Bewegung der Wellen nutzen um daraus Energie zu gewinnen.

Geothermie
Bohrt man ein Loch, so wird es warm. Geologie kann so einfach sein. Zwar ist die Energie im inneren der Erde nicht erneuerbar, aber einige Tausend Jahre sollte man die Wärme noch nutzen können.
Und da haben wir keine Alternativen? Warum geht es dann in Norwegen? Verbrauchen die keinen Strom?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen